Urteile Deutschland

Inhaltsübersicht

    2020

    BGH VI ZR 415/19 vom 24.11.2020
    Haftung für Hygienefehler
    BGH VI ZR 285/19 vom 10.11.2020
    Bedeutung und Auslegung einer Verjährungsverzichtserklärung
    BGH VI ZB 27/19 vom 6.07.2020
    Umfang der ärztlichen Aufklärungspflicht
    Zum Umfang der ärztlichen Aufklärungspflicht
    KG Berlin Beschl. v. 25.6.2020 – 20 U 110/19
    Quelle: MedR (2020) 38: 974
    Höchstbetrag beim Schmerzensgeld – 800.000 Euro bei schwerster Hirnschädigung nach Routineoperation
    LG Giessen Urt. v. 6.11.2019 – 5 O 376/18
    Quelle: MedR (2020) 38: 933
    Nachweis des Inhalts eines Aufklärungsgesprächs vor Gericht
    OLG Dresden, Urt. v. 30.06.2020 – 4 U 2883/19
    Der Aufklärungsbogen allein bringt nicht den Beweis für das Aufklärungsgespräch. Die regelmässige Vernehmung des aufklärenden Arztes ist erforderlich.
    Quelle: MedR (2020) 38: 891
    BGH VI ZR 213/19 vom 26.05.2020
    Haftung wegen fehlerhafter ärztlicher Behandlung, Befunderhebungsfehler bei einem Mammographie-Screening / Abgrenzung Befunderhebungsfehler von einem Fehler der therapeutischen Aufklärung / Horizontale Arbeitsteilung
    BGH VI ZR 186/17 vom 26.05.2020
    Verjährung von Ansprüchen aus Behandlungsfehlern
    BGH VI ZB 51/19 vom 19.05.2020
    Umfang der ärztlichen Aufklärungspflicht
    BGH VI ZR 281/19 vom 10.03.2020
    Zur Frage der Haftung eines vom Durchgangsarzt nach Anordnung der besonderen Heilbehandlung hinzugezogenen Radiologen für einen Diagnosefehler
    Urteil vom 26. Februar 2020 des deutschen Verfassungsgerichtshofes
    – 2 BvR 2347/15 – – 2 BvR 651/16 – – 2 BvR 1261/16 – – 2 BvR 1593/16 – – 2 BvR 354/16 – – 2 BvR 2527/16 –
    Pressemitteilung: bundesverfassungsgericht.de
    Link zur Bundesärztekammer: bundesaerztekammer.de
    BGH VI ZR 280/19 vom 18.02.2020
    Haftung für Hygienefehler, Aufklärung der medizinischen Sachverhaltslage durch den medizinischen Sachverständigen
    BGH VI ZR 415/18 vom 11.02.2020
    Aufklärungspflichtverletzung/Organspende
    LG Dortmund, Urteil vom 16.01.2020 – 4 O 430/16
    Abgrenzung Haftung Hebamme – Gynäkologe – grober Behandlungsfehler – Organisationsverschulden

    2019

    OLG Hamm, Urteil vom 10.12.2019 – 26 U 2/18
    Wunschsectio – Anforderungen an die Aufklärung
    BGH VI ZR 71/17 vom 22. Oktober 2019
    „Ein Verstoß gegen die Pflicht zur Erhebung und Sicherung medizinischer Befunde und zur ordnungsgemäßen Aufbewahrung der Befundträger lässt im Wege der Beweiserleichterung für den Patienten zwar auf ein reaktionspflichtiges positives Befundergebnis schließen. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn ein solches Ergebnis hinreichend wahrscheinlich ist. Es geht zu weit, als Folge der Unterlassung medizinisch gebotener Befunderhebung oder Befundsicherung unabhängig von der hinreichenden Wahrscheinlichkeit des Befundergebnisses eine Vermutung dahingehend anzunehmen, dass zugunsten des Patienten der von diesem vorgetragene Sachverhalt für den Befund als bestätigt gilt“.
    BGH VI/ZR 105/18 vom 15. Oktober 2019
    „Zur Anwendung eines nicht allgemein anerkannten, den Korridor des medizinischen Standards verlassenden Behandlungskonzepts und zum Umfang der hierfür erforderlichen Aufklärung des Patienten“. VI ZR 105/18
    BGH 5 StR 393/18 vom 03. Juli 2019
    „Die Garantenstellung des Arztes für das Leben seines Patienten endet, wenn er vereinbarungsgemäß nur noch dessen freiverantwortlichen Suizid begleitet“. 5 StR 393/18
    BGH 5 StR 132/18 vom 03. Juli 2019
    „Angesichts der gewachsenen Bedeutung der Selbstbestimmung des Einzelnen auch bei Entscheidungen über sein Leben kann in Fällen des freiverantwortlichen Suizids der Arzt, der die Umstände kennt, nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen verpflichtet werden, gegen den Willen des Suizidenten zu handeln“. 5 StR 132/18
    BGH VI ZR 27/17 vom 28. Mai 2019
    „Haben sich bei einem mangels ordnungsgemäßer Aufklärung rechtswidrigen ärztlichen Eingriff nur Risiken verwirklicht, über die nicht aufzuklären war, kommt ein Wegfall der Haftung des Arztes für Aufklärungsversäumnisse lediglich dann in Betracht, wenn der Patient wenigstens eine Grundaufklärung über die Art und den Schweregrad des Eingriffs erhalten hat; das gilt auch dann, wenn das realisierte – nicht aufklärungspflichtige – Risiko mit den nicht realisierten – aufklärungspflichtigen – Risiken nach Bedeutung und Auswirkung für den Patienten nicht vergleichbar ist“. VI ZR 27/17
    BGH VI ZR 119/18 vom 21. Mai 2019
    Zu den Anforderungen an die Feststellung der hypothetischen Einwilligung und zur mutmasslichen Einwilligung. VI ZR 119/18
    BGH VI ZR 54/18 vom 21. Mai 2019
    Zur Verletzung rechtlichen Gehörs durch Übergehen von Parteivortrag in einem zum Zwecke der Beweiswürdigung nach Beweisaufnahme nachgelassenen Schriftsatz. VI ZR 54/18
    BGH VI ZR 299/17 vom 21. Mai 2019
    Die zum „Schockschaden“ entwickelten Grundsätze (….) sind auch in dem Fall anzuwenden, in dem das haftungsbegründende Ereignis kein Unfallereignis im eigentlichen Sinne, sondern eine fehlerhafte ärztliche Behandlung ist. Eine Rechtfertigung da- für, die Ersatzfähigkeit von „Schockschäden“ im Falle ärztlicher Behandlungsfehler weiter einzuschränken als im Falle von Unfallereignissen, besteht grundsätzlich nicht. VI ZR 299/17
    BGH VI ZR 257/17 vom 07. Mai 2019
    Für die Frage, ob die Ladung eines Sachverständigen zur mündlichen Erläuterung des von ihm erstatteten Gutachtens geboten ist, kommt es nicht darauf an, ob das Gericht noch Erläuterungsbedarf sieht oder ob ein solcher von einer Partei nachvollziehbar dargetan worden ist. VI ZR 257/17
    BGH VI ZR 157/18 vom 16. April 2019
    Zur Gehörsverletzung bei der Feststellung eines Produktfehlers (hier: Metallabrieb bei Hüftprothese) VI ZR 157/18
    Bundesgerichtshof entscheidet über Haftung wegen Lebenserhaltung durch künstliche Ernährung
    Urteil vom 2. April 2019 – VI ZR 13/18
    https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2019VI ZR 13/18
    BGH I ZR 167/18 vom 14. März 2019
    Werbung / Patientenanwälte. I ZR 167/18
    BGH VI ZR 278/18 vom 12. März 2019
    Das Gutachten einer medizinischen Schlichtungsstelle kann im Arzthaftungsprozess im Wege des Urkundenbeweises gewürdigte werden. VI ZR 278/18
    BGH VI ZR 505/17 vom 19. Februar 2019
    Darlegungslast der Behandlungsseite im Arzthaftungsprozess / Hygienemängel. VI ZR 505/17
    29. Januar 2019 BGH VI ZR 117/18 vom 29. Januar 2019. Wahrscheinlichkeitsangaben im Rahmen der Selbstbestimmungsaufklärung vor einer ärztlichen Behandlung haben sich grundsätzlich nicht an den in Beipack-zetteln für Medikamente verwendeten Häufigkeitsdefinitionen des Medical Dic-tionary for Regulatory Activities zu orientieren. Dies gilt auch, wenn die Wahrscheinlichkeitsangaben in einem (schriftlichen) Aufklärungsbogen enthalten sind. VI ZR 117/18
    BGH VI ZR 318/17 vom 29. Januar 2019
    Transplantationsgesetz / Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit einer geleisteten Lebendnierenspende.
    Pressemitteilung Nr. 142/18 vom 27.8.2018Pressemitteilung Nr. 10/19 vom 29.1.2019. VI ZR 318/17
    BGH VI ZR 495/16 vom 29. Januar 2019
    Lebendorganspende / Transplantationsgesetz / Aufklärung. VI ZR 495/16
    BGH XII ZR 71/18 vom 23. Januar 2019
    Reproduktionsklinik / Auskunft über die Identität des Samenspenders. XII ZR 71/18

    2018

    BGH XII ZB 107/18 vom 14. November 2018
    Anforderungen an eine rechtsgültige Patientenverfügung
    Bundesgerichtshof Mitteilung der Pressestelle Nr. 185/2018 Wirksame Patientenverfügung zum Abbruch lebenserhaltender Massnahmen
    BGH VI ZR 509/17 vom 28. August 2018
    Aufklärungspflicht beim Kaiserschnitt
    BGH VI ZR 285/17 vom 26. Juni 2018
    Information des Patienten über Befunde, die im Rahmen der ärztlichen Behandlung erhoben wurden
    BGH VI ZR 370/ 17 vom 29. Mai 2018
    Die Aufklärungspflicht des Arztes besteht nur hinsichtlich solcher Risiken, die im Zeitpunkt der Behandlung bereits bekannt sind.
    BGH VI ZR 287/17 vom 15. Mai 2018
    Zur Verneinung eines Behandlungsfehlers wegen Verweigerung der medizinisch gebotenen Massnahmen durch den Patienten.
    BGH VI ZR 140/17 vom 17. April 2018
    Aufklärung über Behandlungsalternative / Fachbereich Orthopädie
    BGH VI ZR 30/17 vom 20. Februar 2018
    BGH zur Speicherung und Übermittlung personenbezogener Daten im Rahmen eines Arztsuche- und Arztbewertungsportals im Internet (www.jameda.de)
    BGH VI ZR 106/17 vom 09. Januar 2018
    Der Tatrichter darf wenn es um eine Beurteilung einer Fachwissen voraussetzenden Frage geht, auf die Einholung eines Sachverständigenwissen verzichten, wenn er entsprechende Sachkunde aufzuweisen vermag.

    2017

    VI ZR 173/17 vom 07. November 2017
    Grober Behandlungsfehler, Organisationsfehler, Fachbereich Neurologie
    VI ZR 529/16 vom 26. September 2017
    Zu Verbrennungen des Patienten durch atypischen Stromfluss bei der Verwendung eines Hochfrequenzgeräts
    Technische richtige Lagerung des Patienten; Risikobereich des Krankenhauses;
    VI ZR 103/17 vom 25. Juli 2017
    Orthopädie; grober Behandlungsfehler; Nichtzulassungsbeschwerde
    VI ZR 439/16 vom 30. Mai 2017
    Jede Partei hat einen Anspruch darauf, dass sie dem Sachverständigen die Fragen, die sie zur Aufklärung der Sache für erforderlich hält, zur mündlichen Beantwortung vorlegen kann (§§ 397, 402 ZPO).
    Fachbereich Orthopädie-Unfallchirurgie;
    VI ZR 203/16 vom 30. Mai 2017
    Die Entscheidung des Arztes für die Wahl einer nicht allgemein anerkannten Behandlungsmethode aus der Zahnmedizin. Je schwerer und radikaler der Eingriff für den Patienten ist, umso höher sind die Anforderungen an die medizinische Verwertbarkeit der gewählten Behandlungsmethode.
    XII ZB 157/16 vom 03. Mai 2017
    Schutzimpfung eines Kindes – die Schutzimpfung eines Kindes ist auch dann eine Angelegenheit von erheblicher Bedeutung für das Kind, wenn es sich um eine sogenannte Standard- oder Routineimpfung handelt.
    VI ZR 84/16 vom 14. März 2017
    Beurteilung grober Behandlungsfehler – Einzelfall

    2016

    VI ZR 395/15 vom 20. Dezember 2016
    Tätigkeit eines Durchgangsarztes
    VI ZR 208/15 vom 29. November 2016
    Öffentlich-rechtliche Haftung eines Durchgangsarztes versus persönliche Haftung des Durchgangsarztes
    XII ZB 385/16 vom 23. November 2016
    Anforderungen an den Sachverständigen
    VI ZR 200/15 vom 08. November 2016
    Ausgleichsanspruch entsteht mit der Entstehung der Gesamtschuld im Aussenverhältnis. Definition der Beginn der Verjährung.
    VI ZR 512/15 vom 08. November 2016
    Beurteilung eines Gehörsverstosses in einem Arzthaftungsprozess
    VI ZR 594/15 vom 08. November 2016
    Verjährungsfristen beim Behandlungsfehler und Verjährungsfristen bei der Aufklärungspflichtverletzung
    VI ZR 462/15 vom 11. Oktober 2016
    Aufklärungspflichtverletzung – genügt die Aufklärung über das mit einer Hüftgelenksimplantation verbundene Risiko einer Lähmung des Beines oder muss über das Risiko einer „dauerhaften Lähmung“ aufgeklärt werden
    VI ZR 565/15 vom 27. September 2016
    Nichtzulassungsbeschwerde – Zurückverweisung des Rechtsstreits an das Berufungsgericht
    VI ZR 432/15 vom 20. September 2016
    Beurteilung der Verletzung der Aufklärungspflicht
    VI ZR 239/16 vom 13. September 2016
    Unter welchen Umständen ist eine Aufklärung über die Alternative der Sectio zu wiederholen
    VI ZR 634/15 vom 16. August 2016
    Darlegungslast bei behaupteten Hygienemängel
    VI ZR 611/15 vom 26. Juli 2016
    Aufklärungs- und Behandlungsfehler
    VI ZR 75/15 vom 19. Juli 2016
    Ein Wahlarzt muss seine Kernleistung persönlich erbringen.
    VI ZR 247/15 vom 10. Mai 2016
    Grober Behandlungsfehler eines Tierarztes führt regelmässig zur Umkehr der objektiven Beweislast für den ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Behandlungsfehler und dem Gesundheitsschaden.
    VI ZR 467/14 vom 22. März 2016
    Hat eine rechtswidrig ausgeführt Operation zu einem Gesundheitsschaden geführt, so obliegt es der Behandlungsseite den Beweis zu erbringen, dass der Patient ohne den rechtswidrig durchgeführten Eingriff diesselben Beschwerden haben würde, weil sich das Grundleiden ohnehin ausgewirkt hätte.
    VI ZR 243/14 vom 08. März 2016
    Aufklärungspflichtverletzung über das Risiko einer Schulterdystokie bei der Geburt
    VI ZR 49/15 vom 01. März 2016
    An die Informations- und Substantiierungspflichten der Partei im Arzthaftungsprozess dürfen nur massvolle Anforderungen gestellt werden. Der Patient und sein Prozessbevollmächtigter sind nicht verpflichtet, sich zur ordnungsgemässen Prozessführung ein medizinisches Fachwissen anzueignen.
    VI ZR 34/15 vom 01. März 2016
    Pflichten des Betreibers eines Ärztebewertungsportals im Falle einer schlechten Bewertung durch einen anonymen Nutzer
    Pressemitteilung Nr. 139/15 vom 11.8.2015Pressemitteilung Nr. 49/16 vom 1.3.2016
    VI ZR 146/14 vom 26. Januar 2016
    Der Arzt hat keinen Diagnoseirrtum sondern einen Befunderhebungsfehler zu verantworten, wenn die unrichtige diagnostische Einstufung einer Erkrankung ihren Grund bereits darin hat, dass der Arzt die nach dem medizinischen Standard gebotene Untersuchungen erst gar nicht veranlasst hat.

    2015

    VI ZR 476/14 vom 17. November 2015
    Abgrenzung des ärztlichen Befunderhebungsfehlers und einem Fehler bei der therapeutischen Aufklärung
    VI ZB 11/15 vom 10. November 2015
    Beweissicherung im Arzthaftungsprozess. Das minimale Mass an Substanziierung hinsichtlich der Beweistatsachen ist dann nicht erreicht, wenn der Antragsteller in lediglich formelhafter und pauschaler Weise Tatsachenbehauptungen aufstellt, ohne dass zu dem zugrunde liegenden Sachverhalt diese in Beziehung gesetzt werden.
    VI ZR 355/14 vom 27. Oktober 2015
    Aufklärung über das Risiko eines Morbus Sudeck und die Aufklärung über konservative Behandlungsmassnahmen.
    VI ZR 170/14 vom 15. September 2015
    Umfang der Aufklärungspflicht bei einer relativ indizierten Operation
    VI ZR 332/14 vom 16. Juni 2015
    Uterusruptur/Kausalität/Aufklärungspflichtverletzung
    VI ZR 284/12 vom 09. Juni 2015
    Haftung des Herstellers für den Ersatz des durch eine chirurgische Operation zum Austausch eines fehlerhaften Herzschrittmachers verursachten Schadens
    VI ZR 235/14 vom 09. Juni 2015
    Fehlerhafter ärztlicher Behandlung/immaterieller Schaden
    VI ZR 327/12 vom 09. Juni 2015
    Richtlinie 85/374/EWG Art. 1, Art. 6 Abs. 1, Art. 9 Satz 1 lit. a; ProdHaftG § 1 Abs. 1, § 3 Abs. 1
    VI ZR 328/11 vom 12. Mai 2015
    § 84a Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 AMG Auskunftsverfahren
    VI ZR 63/14 vom 12. Mai 2015
    Auskunftsanspruch gemäß § 84a AMG
    VI ZR 106/13 vom 24. Februar 2015
    Rolle des Sachverständigengutachten im Verfahren/Beurteilung wann ein Behandlungsfehler als grob eingestuft wird.
    VI ZR 137/14 vom 20. Januar 2015
    Der deutsche Bundesgerichtshof entscheidet über den Auskunftsanspruch des Patienten gegen den Klinikträger auf Bekanntgabe der Privatanschrift eines angestellten Arztes.

    2014

    VI ZR 207/14 vom 18. Dezember 2014
    Aufklärungspflicht/Alternative einer Schnittentbindung
    IV ZR 47/14 vom 19. November 2014
    Behandlungserfolge/Therapie
    VI ZR 76/13 vom 11. November 2014
    Prozessuale Aufklärungspflicht/mangelnde Dokumentation
    VI ZR 125/13 vom 28. Oktober 2014
    Alternativaufklärung über die Alternative zwischen einer vaginalen Entbindung und einer Sectio. Wenn Anzeichen vorliegen, dass die Schnittentbindung eine echte Alternative zur vaginalen Entbindung ist, muss der Arzt über die unterschiedlichen Risiken und Vorteile der verschiedenen Entbindungsmöglichkeiten aufklären.
    VI ZR 14/14 vom 21. Oktober 2014
    Grenzen der Aufklärungspflicht des Arztes
    III ZR 85/14 vom 16. Oktober 2014
    Wahlleistungsvereinbarung
    VI ZR 443/13 vom 30. September 2014
    Anhörung der Patientin – Entscheidungskonflikt in der Berufungsinstanz
    VI ZR 358/13 vom 23. September 2014
    Zulässigkeit der Verarbeitung von personenbezogenen Daten bei einem Arztsuche- und Arztbewertungsportal
    VI ZR 176/13 vom 15. Juli 2014
    Fehlerhafte ärztliche Behandlung
    VI ZR 243/10 vom 01. Juli 2014
    Nichtzulassungsbeschwerde
    VI ZR 345/13 vom 01. Juli 2014
    VI ZR 345/13 vom 04. September 2014/Berichtigungsbeschluss
    Persönlichkeitsrechtsverletzende Inhalte einer Internetseite
    VI ZR 108/13 vom 20. August 2014/Berichtigungsbeschluss
    VI ZR 108/13 vom 01. Juli 2014
    Grober Behandlungsfehler/Nichtzulassungsbeschwerde
    VI ZR 381/13 vom 20. Mai 2014
    Recht auf Nichtwissen der genetischen Veranlagung
    VI ZR 187/13 vom 20. Mai 2014
    Bindungswirkung eines Grund- und Teilurteils (Geburtsschaden).
    Abgrenzbarer Teil eines Gesundheitsschadens bei einer Mitverursachung der Gesundheitsverletzung.
    VI ZR 382/12 vom 15. April 2014
    Die Handlungsanweisungen in Leitlinien ärztlicher Fachgremien oder Verbände sind nicht unbesehen dem medizinischen Standard gleichzusetzen.
    VI ZR 143/13 vom 28. Januar 2014
    Aufklärungsgespräch – Risikoaufklärung – unterzeichnetes Einwilligungsformular
    VI ZR 78/13 vom 21. Januar 2014
    Amtshaftung – Befunderhebungsfehler – Haftung des Krankenhausträgers
    1 StR 389/13 vom 16. Januar 2014
    Strafverfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge, Abgabe von Betäubungsmitteln
    VI ZR 340/13 vom 14. Januar 2014
    Sachverständigengutachten, Risiko einer Querschnittlähmung

    2013 / 2012 / 2011

    BGH VI ZR 230/12 vom 17. Dezember 2013
    Ärztliche Aufklärungspflicht über  Behandlungsalternativen
    BGH III ZR 54/13 vom 07. November 2013
    Herausgabe der handschriftlichen Therapieaufzeichnungen, welche im Rahmen einer Lehranalyse angefertigt wurden.
    BGH VI ZR 527/12 vom 05. November 2013
    Haftungsumfang im Falle eines Gesundheitsschadens aufgrund eines Befunderhebungsfehlers
    BGH III 388/12 vom 31. Oktober 2013
    Vollbeherrschbare Risiken auf einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt – Amtshaftung des Trägers einer Städtischen Klinik
    BGH VI ZB 12/13 vom 24. September 2013
    Rechtliches Interesse an einer vorprozessualen Klärung der haftungsrechtlich massgeblichen Gründe für den Gesundheitsschaden
    BGH VI ZR 325/11 vom 14. Mai 2013
    Berufungsverfahren
    BGH VI ZR 44/12 vom 16. April 2013
    Querschnittlähmung nach Bandscheibenoperation – revisionsrechtliche Überprüfung tatrichterlicher Beweiswürdigung
    BGH VI ZR 359/11 vom 26. Februar 2013
    Einsicht in Pflegeunterlagen: gilt per analogiam für die Krankengeschichte
    BGH Urteil VI ZR 284/12; VI ZR 284/12 (Leitsatz)vom 30. Juli 2013
    Richtlinie 85/374/EWG Art. 1, Art. 6 Abs. 1, Art. 9 Satz 1 lit. a/Haftung für fehlerhafte Produkte
    BGH Urteil VI ZR 327/12 ;
    VI ZR 327/12 (Leitsatz)vom 30. Juli 2013
    Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie 85/374/EWG des Rates vom 25. Juli 1985 zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Haftung für fehlerhafte Produkte (Amtsblatt Nr. L 210 vom 7. August 1985, S. 29-33)
    BGH Urteil VI ZR 110/13 vom 02. Juli 2013
    Kläger begehrt Schadenersatzansprüche wegen fehlerhafter ärztlicher Behandlung
    BGH Urteil VI ZR 554/12 vom 02. Juli 2013
    „In Fällen eines Befunderhebungsfehlers sind dem Primärschaden alle allgemeinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Patienten unter Einschluss der sich daraus ergebenden Risiken, die sich aus der unterlassenen oder unzureichenden Befunderhebung ergeben können, zuzuordnen“.
    BGH Beschluss VI ZR 320/11 vom 04. Dezember 2012
    Der BGH erkannte, das Berufungsgericht hat „den Anspruch der Klägerin auf rechtliches Gehör auf Art. 103 Abs. 1 GG in entscheidungserheblicher Weise verletzt“. Die Nichtzulassungsbeschwerde hatte Erfolg als sich das Berufungsgericht „nicht mit den weiteren vom Kläger geltend gemachten Behandlungsfehlern befasst hat“.
    BGH Urteil VI ZR 120/11 vom 03. Juli 2012
    Verstoss gegen das verfassungsmässige Verbot der „Überbeschleunigung“.
    BGH Urteil VI ZR 77/11 vom 19. Juni 2012
    „War ein grober Verstoß gegen den ärztlichen Standard grundsätzlich geeignet, mehrere Gesundheitsschäden bekannter oder (noch) unbekannter Art zu verursachen, kommt eine Ausnahme vom Grundsatz der Beweislastumkehr bei grobem Behandlungsfehler regelmäßig nicht deshalb in Betracht, weil der eingetretene Gesundheitsschaden als mögliche Folge des groben Behandlungsfehlers zum maßgebenden Zeitpunkt noch nicht bekannt war (Abgrenzung zum Senatsurteil vom 16. Juni 1981 – VI ZR 38/80, VersR 1981, 954)“.
    BGH Urteil VI ZR 326/11 vom 08. Juni 2012
    Keine Haftung auf Grund der von der Klägerin gerügten Aufklärungspflichtverletzung, „weil die Osteolyse unabhängig von der gewählten Operationsmethode schicksalshaft aufgrund des Unfalltraumas eingetreten ist“.
    BGH Urteil VI ZR 157/11 vom 22. Mai 2012
    „Zur Einstandspflicht des Arztes für die Folgen eines Zweiteingriffs durch einen nachbehandelnden Arzt, der erforderlich wird, weil dem vorbehandelnden Arzt beim Ersteingriff ein Behandlungsfehler unterlaufen ist“.
    BGH VI ZR 325/11 vom 14. Mai 2013
    Berufungsverfahren
    OLG München Urteil 1 U 343/12 vom 07. Mai 2012
    Beweisrechtliche Zweifel, die Unaufklärbarkeit der Ursache, gehe gemäss dem OLG München zu Lasten der beweisbelasteten Partei.
    OLG München Urteil 1 U 1244/11 vom 22. März 2012
    Bei nicht vorwerfbaren Diagnoseirrtum begründet die Nichterhebung weiterer medizinischer Befunde keine Haftung auf Grund der unterlassenen Befunderhebung.
    BGH Urteil VI ZR 63/11 vom 7. Februar 2012
    BGB § 823 Aa; § 249 Bb; ZPO § 286 A, G
    „a) Besteht die Pflichtverletzung in einer Unterlassung, ist diese für den Schaden nur dann kausal, wenn pflichtgemäßes Handeln den Eintritt des Schadens verhindert hätte. Die Darlegungs- und Beweislast hierfür trägt regelmäßig der Geschädigte.
    b) Die haftungsbegrenzende Rechtsfigur des hypothetischen Kausalverlaufs bei rechtmäßigem Alternativverhalten kommt erst dann zum Tragen, wenn die Ursächlichkeit der durchgeführten rechtswidrigen Behandlung für den behaupteten Schaden festgestellt und mithin die Haftung grundsätzlich gegeben ist“.
    OLG Köln Beschluss 5 U 1011/11 vom 05. Februar 2012
    Zweifel an der Unvoreingenommenheit  eines Richters, der im vom Rechtsstreit betroffenen Krankenhaus selbst ärztlich behandelt wird.
    BGH Urteil VI ZR 336/10 vom 17. Januar 2012
    „Nach § 28 Fall 2 TFG gelten die Bestimmungen des Transfusionsgesetzes jedenfalls nicht für Injektionen eines homöopathischen Eigenblutprodukts“.
    BGH III ZR 114/11 vom 08. Dezember 2011
    Internationale Zuständigkeit bei einer Klage der Klinik
    VI ZR 139/10 vom 15. Oktober 2011
    „Ein Behandlungsfehler ist als grob zu bewerten, wenn der Arzt eindeutig gegen bewährte ärztliche Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse verstoßen und einen Fehler begangen hat, der aus objektiver Sicht nicht mehr verständlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf“.
    BGH Urteil VI ZR 55/09 vom 20. September 2011
    „Gesicherte medizinische Erkenntnisse, deren Missachtung einen Behandlungsfehler als grob erscheinen lassen kann, sind nicht nur die Erkenntnisse, die Eingang in Leitlinien, Richtlinien oder anderweitige ausdrückliche Handlungsanweisungen gefunden haben. Hierzu zählen vielmehr auch die elementaren medizinischen Grundregeln, die im jeweiligen Fachgebiet vorausgesetzt werden“
    BGH Urteil VI ZR 144/10 vom 13. September 2011
    Beweislastumkehr bei einfachen Befunderhebungsfehler
    „Ein einfacher Befunderhebungsfehler kann zu einer Umkehr der Beweislast hinsichtlich der Kausalität des Behandlungsfehlers für den eingetretenen Gesundheitsschaden führen, wenn sich bei der gebotenen Abklärung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein reaktionspflichtiges positives Ergebnis gezeigt hätte und sich die Verkennung dieses Befundes als fundamental oder die Nichtreaktion hierauf als grob fehlerhaft darstellen würde“.
    BGH Urteil VI ZR 217/10 vom 19. Juli 2011
    Die Behandlung eines deutschen Patienten in einem Schweizer Kantonsspital
    Siehe auch Pressestelle BGH: Pressemitteilung Nr. 131/11 vom 19.7.2011
    BGH Urteil VI ZR 179/10 vom 19. Juli 2011
    Aufklärung über alternative Behandlungsmethoden
    BGH Urteil VI ZR 87/10 vom 7. Juni 2011
    Voraussetzungen für die Beweislastumkehr bei einem einfachen Befunderhebungsfehler
    „Bei einem einfachen Befunderhebungsfehler kommt eine Beweislastumkehr für die Frage des Ursachenzusammenhangs mit dem tatsächlich eingetretenen Gesundheitsschaden auch dann in Betracht, wenn sich bei der gebotenen Abklärung der Symptome mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein so deutlicher und gravierender Befund ergeben hätte, dass sich dessen Verkennung als fundamental oder die Nichtreaktion auf ihn als grob fehlerhaft darstellen würde, und diese Fehler generell geeignet sind, den tatsächlich eingetretenen Gesundheitsschaden herbeizuführen.
    Hingegen ist nicht Voraussetzung für die Beweislastumkehr zu Gunsten des Patienten, dass die Verkennung des Befundes und das Unterlassen der gebotenen Therapie völlig unverständlich sind (Senatsurteil vom 29. September 2009 – VI ZR 251/08, VersR 2010, 115 zum groben Befunderhebungsfehler)“.
    BGH Urteil VI ZR 69/10 vom 17. Mai 2011
    Wenn eine Schnittentbindung eine echte Alternative zu einer vaginal-operativen Entbindung ist, dann muss die werdende Mutter über die Alternative der Schnittentbindung aufgeklärt werden.
    BGH Urteil 3 StR 239/10 vom 22. Dezember 2010
    Patientenaufklärung über Aussenseitermethode
    Siehe Pressestelle BGH:
    Pressemitteilung Nr. 246/10 vom 22.12.2010
    BGH Urteil VI ZR 284/09 vom 21. Dezember 2010
    Der Arzt darf vor Zufallsbefunden nicht die Augen verschliessen. Der BGH bezieht Stellung zur Abgrenzung des Befunderhebungsfehlers vom Diagnoseirrtum
    BGH Urteil VI ZR 241/09 vom 19. Oktober 2010
    Grenzen der Aufklärungspflicht im Hinblick auf das Spezialgebiet des behandelnden Arztes
    BGH Urteil VI ZR 186/08 vom 5. Oktober 2010
    Geburtshilflicher Behandlungsfehler führt zu einem schweren Hörschaden.
    Bei der Ermittlung eines Erwerbsschadens bei einem jungen Geschädigten ist das familiäre Umfeld – z. B.  die Qualifikation der Eltern im Beruf, die beruflichen Pläne für das Kind und dessen Geschwister – einzubeziehen.
    BGH Urteil VI ZR 64/09 vom 16. März 2010
    Zum Beweis des Ursachenzusammenhangs zwischen der Einnahme eines Arzneimittels und dem Gesundheitsschaden des Patienten.